Wenn Kinder im Sommer Englisch lernen – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Im Hinblick auf eine geplante Reise nach Südengland meldete ich meinen 5jährigen Sohn im Helen Doron Learning Centre in Tulln zu einem einwöchigen Ferienkurs an. Ich war gespannt, wie es ihm gefallen würde. Immerhin kannte er die anderen Kinder nicht (Hunter, der Lehrer, war ihm schon von den wöchentlichen Englischkursen vertraut). Er war der zweitjüngste in der Gruppe und ein 3stündiges „Programm“ war er als Kindergartenkind auch noch nicht gewöhnt. Meine Bedenken stellten sich als unnötig heraus, denn er war von dem Englisch Camp ganz begeistert.

So gestaltete sich der Ablauf eines Tages:

In der ersten Stunde wurde vom Lehrer eine Unterrichtseinheit gehalten, immer wieder aufgelockert durch Lieder, Malen etc. Von Anfang an wurden die Kinder motiviert Englisch zu sprechen. Von ca. 10 bis 10.30 Uhr gab es eine Pause zum Essen und Trinken, anschließend folgte noch eine Unterrichtseinheit – etwa mit einer Geschichte und Basteln. Zum Abschluss durften die Kinder meist noch in den Garten oder auf den Spielplatz gehen. Sowohl im Unterricht als auch in den Pausen und Spielzeiten wurde Englisch gesprochen.

Worauf der Lehrer besonderen Wert legte:

Im persönlichen Gespräch sagte Hunter, es sei ihm sehr wichtig, dass die Kinder lernten in ganzen Sätzen zu sprechen. Die Aufwärmübung am Morgen gestaltete er häufig so, dass er jedem Kind eine andere Frage stellte, also zum Beispiel „What’s your name?“, „What’s the weather like?“ oder „How old are you?“ Am Anfang der Woche waren einige Kinder noch zögerlich mit ihren Antworten. Gegen Ende des Kurses ging es schon viel flüssiger, und aus anfänglich kurzen Antworten wurden ganze Sätze. Abwechslung, Spiel und Spaß sind wichtige Faktoren im Unterricht. Das Lernen neuer Vokabel und englischer Grammatik geschieht dabei ganz nebenbei.

Leitgedanke der Englisch Camps:

Karin Harreither vom Learning Centre Tulln beschreibt das Motto ihrer Englisch Camps folgendermaßen: „Englisch mit allen Sinnen erleben. In altersgerechten Gruppen tauchen die Kinder mit viel Motivation, Lob und jeder Menge Spaß in die englische Sprache ein. Englische ‚Lerneinheiten‘ wechseln mit spielerischen Einheiten ab. Es ist fast so wie im Ausland, da den ganzen Tag nur Englisch gesprochen wird.“

Hier noch einige Fakten zu den Kursen:

Kosten: € 160,- für Kurs + € 35,- für Kursunterlagen
Kurszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr
Bei Bedarf wurde auch ein Mittagessen und Nachmittagsbetreuung – ebenfalls auf Englisch – angeboten, das wurde extra verrechnet.
Kursorte waren u.a. Tulln und Klosterneuburg, unterrichtet wurde in Kleingruppen.
Genauere Infos zu den Kursen sind auf der Homepage zu finden.

Unser persönliches Fazit:

Wie gesagt, meinem Sohn hat es sehr gut gefallen. Er fühlte sich wohl und ging gerne hin. Natürlich war es gleichzeitig auch sehr anstrengend und ermüdend, für den Nachmittag nahmen wir uns daher kein großartiges Programm vor. Während der Kurswoche begann er, auch zuhause öfter Englisch zu sprechen und die im Unterricht gehörten Lieder nachzusingen.

 

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