Im Alter Demenz? Nicht mit uns! - Mommy Recommends

Im Alter Demenz? Nicht mit uns!

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Die meisten, die diesen Blog lesen, beschäftigen sich vermutlich noch nicht mit altersbedingten Erkrankungen. Doch vielleicht ist der ein oder andere aufgrund von älteren Angehörigen schon einmal mit Alzheimer oder Demenz in Berührung gekommen. Der- oder diejenige stimmt mir bestimmt zu: So etwas brauchen wir später nicht!

Was genau ist Demenz?

Bei Demenz handelt es sich um eine Gehirnerkrankung, die zu einem Verlust der geistigen Fähigkeiten führt. Es gibt verschiedene Arten von Demenz, Alzheimer ist die häufigste Form. Laut Schätzungen der Alzheimer‘s Disease International waren 2015 weltweit 46,8 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Jedes Jahr kommen rund 9,9 Millionen Neuerkrankungen hinzu. Der Grund hat unter anderem mit unserer steigenden Lebenserwartung zu tun, denn Alzheimer tritt hauptsächlich im Alter auf.

Eine Heilung ist leider nicht in Sicht. Doch WissenschaftlerInnen haben herausgefunden, dass es eine Methode gibt, die Demenz um einige Jahre hinauszögern kann. Dieses Zaubermittel heißt Zweisprachigkeit.

Zweisprachigkeit als Hilfe gegen Demenz?

Dr. Ellen Bialystok (Professorin der York University in Kanada) hat herausgefunden, dass im Gehirn von bilingualen Personen, beide Sprachen konstant aktiv sind, auch, wenn nur eine Sprache verwendet wird. Dieses Unterdrücken der zweiten Sprache beziehungsweise das Wechseln zwischen den Sprachen, führt laut Dr. Tom Schweizer (Wissenschaftler in Toronto) zu einem flexibleren Gehirn. Das bewirkt, dass zweisprachige Personen Symptome einer Demenzerkrankung erst Jahre später zeigen und generell mental gesünder sind als Menschen, die nur eine Sprache anwenden.

Das hört sich für mich nach einem guten Grund an, unsere Kinder eine Fremdsprache lernen zu lassen. Was meint ihr?

Wie sieht es mit uns Mamas und Papas aus?

Schwedische WissenschaftlerInnen haben sich mit dem späteren Fremdspracherwerb auseinandergesetzt. Sie haben festgestellt, dass das zügige Lernen einer Fremdsprache im Erwachsenenalter das Gehirn ebenfalls erweitert. Zwar haben sie sich in dieser Studie nicht konkret mit den Auswirkungen im Alter beschäftigt, allerdings lassen ihre Erkenntnisse darauf schließen, dass die Beeinflussung des Gehirns durch Zweisprachigkeit auch hier kognitive Vorteile hat.

Ähnlich wie bei Muskeln möchte auch das Gehirn jung und fit gehalten werden.

In diesem Sinne frohes Fremdsprachenlernen!

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