Für Meeresforscher, Piratinnen und Abenteurer

1000 Things Under the Sea

„Mama, was ist denn das für ein tolles Buch?“ Schwupps klemmt sich meine siebenjährige Tochter unser neuestes Exemplar unter den Arm und weg ist sie.

1000 Things Under the Sea
1000 Things Under the Sea

Für mindestens eine halbe Stunde höre und sehe ich nichts von ihr. Dann kommt sie mit leuchtenden Augen, jeder Menge Zetteln und dem besagten Buch ins Wohnzimmer. Auf den Papierschnipseln befinden sich Wörter wie „Giant Pacific octopus“, “Sea pen“ oder „Big red jellyfish“. Sie hat ein englisches Memory mit Meeresbewohnern gebastelt. Denn das Buch, das sie so fasziniert, heißt 1000 Things Under the Sea (erschienen im Usborne Verlag) und enthält, wie der Titel schon sagt, 1000 Tiere und Dinge, die sich im Meer befinden.

Stolz präsentiert mir meine Tochter ihr Spiel. Doch bevor wir loslegen, möchte sie mir alle ihre Lieblingstiere zeigen. Das lässt sich auch ihre jüngere Schwester nicht entgehen. Zum Glück ist das Buch so groß, dass wir alle gut sehen können. Zu dritt kuscheln wir uns auf die Couch und schmökern in der Unterwasserwelt. Dank des Inhaltsverzeichnisses können wir uns gut orientieren, denn einige der Lebewesen habe ich noch nie zuvor gesehen.

So erfahren wir, welche Tiere nahe der Küste leben, welche in der Tiefsee und was ein Taucher alles benötigt. Insgesamt gibt es 18 Kapitel, es wird uns beim Bestaunen der Meeresbewohner also nicht langweilig. Bald schon entsteht ein Wettbewerb. Welches Tier hat die schönste Farbe, sieht am lustigsten aus oder hat den witzigsten Namen? Unsere klaren Favoriten: Chocolate chip sea star, green sea fingers oder fried egg jellyfish. Natürlich küren wir auch das gruseligste Lebewesen, denn da hat die Unterwasserwelt viel zu bieten. Anhand der Seite mit den Unterwasserbooten schmieden meine Mädchen Pläne wie sie diese Kreaturen besuchen können. Ich persönlich betrachte sie lieber im Buch.

Lots of jellyfish, Scuba diving
Lots of jellyfish, Scuba diving
Whales, dolphins and porpoises; In a kelp forest
Whales, dolphins and porpoises; In a kelp forest
Coral reef
Coral reef

Meine ältere Tochter erklärt die Seite mit den Rochenarten zu ihrem Lieblingskapitel. Viele andere Bücher enthalten nur ein oder zwei Arten, aber hier kann sie vergleichen und auswählen. Meine jüngere Tochter bestaunt lieber die farbenfrohe Tier- und Pflanzenwelt des Korallenriffs. Wie von selbst kommen die beiden auf das Thema, wie man die interessanten Meeresbewohner denn schützen kann. Schließlich wollen sie, wenn sie groß sind, alle besuchen und noch unbekannte Tiere erforschen können.

Das Buch kommt ohne zusätzlichem Text aus. Unter jedem Lebewesen oder Gegenstand steht die englische Bezeichnung. Auch wenn ich viele Tiere und Pflanzen bis jetzt nicht gekannt habe, sind die englischen Wörter eine Bereicherung und kein Hindernis. Praktischerweise wurden viele Tiere nach ihrem Aussehen benannt und so können wir sie uns leicht merken. Zum Selbstlesen sind die Vokabel für siebenjährige deutschsprachige Kinder sehr schwierig. Meine Tochter entwickelt aber wegen der spannenden Thematik einen großen Ehrgeiz und kämpft sich durch die unbekannten Wörter.

Jetzt ist es Zeit für das selbstgebastelte Meeres-Memory mit der spannenden Tierwelt unserer Ozeane. Während ich mit meiner älteren Tochter zusammenpassende Tierpaare suche, blättert meine jüngere Tochter im Buch und betrachtet fasziniert die witzigen Gesichtsausdrücke der Meeresbewohner.

1000 Things Under the Sea ist ein großartiges Buch für Meeresfreunde und Naturliebhaberinnen. Selbst die gruseligsten Kreaturen haben aufgrund der gelungenen Illustrationen einen verschmitzten Gesichtsausdruck und sind lustig zu betrachten. Wie sich bei meinen Kindern gezeigt hat, sind solche Themen auch für Kinder, die das Meer nicht vor der Haustüre haben, ein ganz wichtiger Teil ihrer Bildung, denn wie Konrad Lorenz schon gesagt hat: „Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur, was man liebt.“

Vielen Dank an Usborne! Wir haben das Buch für den Blogbeitrag zur Verfügung gestellt bekommen.

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