Alphabet Games – Spielerisch Lesen Lernen

Songbirds Alphabet Games

Passend zu unserem letzten Blogbeitrag über Julia Donaldson’s Songbirds möchte ich heute eine weitere – spielerische – Lernmöglichkeit für LeseanfängerInnen vorstellen. Alphabet Games , ebenfalls bei Oxford University Press unter der Reihe Practise your Phonics with Julia Donaldson’s Songbirds erschienen, ist eine Sammlung von 55 Karten. 26 Buchstabenkarten stehen 26 Bildkarten gegenüber, die für eine Reihe von verschiedenen Spielen herangezogen werden können.

Die Buchstabenkarten sind auf der Rückseite blau und unterscheiden sich von den violetten Bildkarten. Eine weitere Unterscheidungshilfe ist der farbige Balken auf den Buchstabenkarten, die Vokale sind gelb, die Konsonanten violett markiert. Ein kleiner Songbird kennzeichnet zudem die Stelle, an der beim Schreiben des Buchstabens der Stift angesetzt wird.

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Die dargestellten Begriffe sind einfache und kurze Wörter, zum Beispiel ant, bed, cat, dog. Es gibt aber auch einige Vokabel, die deutschen MuttersprachlerInnen vielleicht nicht bekannt sind – etwa quill (Feder), log (Baumstamm) oder yak (Grunzochse). Daher sollten sich vor Beginn des Spiels Kinder und mitspielende Erwachsene mit den Karten vertraut machen. Es ist auch sinnvoll, nicht sofort alle Karten zu verwenden, sondern einige Karten, ev. mit zum Teil schon bekannten Buchstaben, auszuwählen. Der/die Erwachsene spricht dabei nicht den Buchstabennamen aus, sondern den Laut, den der Buchstabe darstellt.

Spielvarianten:

  • Lautpaare finden: Die Bildkarten werden offen in einer Reihe aufgelegt, die Buchstabenkarten verdeckt in einem Stapel. Die Spieler nehmen je eine Buchstabenkarte, fahren den Buchstaben mit dem Finger nach und versuchen die passende Bildkarte zu finden.
  • Memory: Alle Karten werden verdeckt aufgelegt und es gilt die passenden Paare zu finden.
  • Verknüpfen von Lauten: Die MitspielerInnen erhalten jeweils vier Bildkarten. Der/die Erwachsene wählt aus den Buchstabenkarten drei aus, die ein Wort ergeben, und spricht die einzelnen Laute deutlich vor. Es gilt den Begriff „zusammenzubauen“.
  • Aussprache und erstes Lesen: Die Bildkarten werden in einem verdeckten Stapel abgelegt, die Buchstabenkarten offen in einer Reihe. Die SpielerInnen dürfen eine Bildkarte nehmen und die Laute in dem Wort der Reihe nach aussprechen, zum Beispiel ‚cat – c-a-t‘. Danach sucht das Kind die passenden Buchstabenkarten, wenn diese richtig sind, kann es die Bildkarte behalten.

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So kommt das Spiel bei uns an:

Soviel schon einmal vorweg: Karten haben eine große Anziehung bei uns. Meine beiden Söhne lieben es, sie ausgiebig anzusehen und zu studieren. Von den oben erwähnten Spielen haben wir uns das Memory-Spiel ausgesucht. Zuerst begannen wir mit einigen wenigen Karten, konnten die Anzahl aber bald steigern. Mein älterer Sohn (sechs Jahre) hat zwar angemerkt, dass im Englischen die Buchstaben anders lauten als im Deutschen, sich aber schnell daran gewöhnt. Mein jüngerer Sohn kann mit seinen dreieinhalb Jahren die Buchstaben zwar noch nicht erkennen, spielt aber auch mit und freut sich, wenn er die Gegenstände benennen kann.

Ich finde die Spielvorschläge sehr brauchbar, da sie von ziemlich einfach bis anspruchsvoll variieren. So können die Karten mit den Kindern „mitwachsen“, außerdem macht es Spaß, die Karten in abgewandelter Form einzusetzen. Weiterer Vorteil ist das Erlernen von neuen Vokabeln. Wenn es gelingt, während des Spielens nur Englisch zu sprechen, ist zusätzlich zur Unterhaltung Lernerfolg garantiert.

Vielen Dank an Oxford University Press für die Zusendung dieser kurzweiligen Lernhilfe!

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